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Der Innere Blick - XVI. Projektion der Kraft

Bedeutung des «Übertragens».

aus dem Buch „Der Innere Blick“

  1. Wenn du das Durchströmen der Kraft erlebt hast, wirst du verstehen können, wie verschiedene Völker auf der Grundlage ähnlicher Phänomene – ohne sie jedoch annähernd zu verstehen – Riten und Kulte entwickelten, die sich später endlos vervielfachten. Durch Erfahrungen wie die vorher beschriebenen spürten viele Menschen ihre Körper „losgelöst“. Die Erfahrung der Kraft gab ihnen das Gefühl, diese Energie nach außen projizieren zu können.

  2. Die Kraft wurde sowohl auf andere Menschen als auch auf bestimmte Gegenstände „projiziert“, die besonders „geeignet“ waren, die Kraft aufzunehmen und zu bewahren. Es wird dir sicher nicht schwer fallen, die Funktion gewisser Sakramente in verschiedenen Religionen in diesem Sinne zu begreifen. Genauso ist auch die Bedeutung von geheiligten Plätzen und Priestern zu verstehen, die angeblich mit der Kraft „aufgeladen“ sind. Wenn in den Tempeln bestimmte Gegenstände gläubig verehrt wurden und man sie mit Zeremonien und Riten umhüllte „gaben“ sie die Energie, die sich in wiederholten Gebeten angesammelt hatte, sicherlich an die Gläubigen „zurück“. Das Wissen um die menschliche Tatsache wurde dadurch beschränkt, dass man diese Dinge fast immer durch äußere Erklärungen wie Kultur, Raum, Geschichte und Tradition interpretiert hat, während die grundlegende innere Erfahrung doch ein wesentlicher Anhaltspunkt ist, all dies zu verstehen.

  3. Dieses „Projizieren“, „Aufladen“ und „Zurückgeben“ der Kraft wird uns später noch beschäftigen. Aber ich sage dir schon jetzt, dass derselbe Mechanismus sogar in verweltlichten Gesellschaften immer noch wirkt. Ihre Führer und angesehenen Leute sind für diejenigen, die sie so sehen, von einer besonderen Vorstellung umhüllt, die bis hin zu dem Wunsch führt, sie zu “berühren” oder sich eines Teils ihrer Kleidung oder ihrer Utensilien zu bemächtigen.

  4. Denn jede Vorstellung des „Hohen“ befindet sich oberhalb der normalen Blickrichtung des Auges. Und „hoch“ sind die Persönlichkeiten, welche Güte, Weisheit und Kraft „besitzen“. Und „oben“ befinden sich die Hierarchien und die Macht und die Fahnen und der Staat. Und wir gewöhnliche Sterbliche müssen auf der Gesellschaftsleiter „aufsteigen“ und uns der Macht um jeden Preis nähern. Wie schlecht steht es um uns, immer noch gesteuert von diesen Mechanismen, die der inneren Vorstellung entsprechen, mit unserem Kopf in der „Höhe“ und mit unseren Füssen auf der Erde. Wie schlecht steht es um uns, wenn wir an diese Dinge glauben, (und man glaubt daran, weil sie ihre „Realität“ in der inneren Vorstellung haben). Wie schlecht steht es um uns, wenn unser äußerer Blick nichts anderes ist als die unwissende Projektion unseres inneren Blicks.

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